Wärmetherapie eine wirksame Entgiftungsmethode

Die wohltuende Wirkung von Wärme ist seit tausenden von Jahren bekannt. Die Indianer hatten ihre Schwitzhütten, die Mexikaner – Temazcals, in Russland sind es die Banjas und in Japan –Mushi-Buro. Alle diese Orte waren Treffpunkt der lokalen Gemeinschaft und wurden zu Heilungszwecken genutzt. In den ägyptischen Hieroglyphen ist ebenfalls die Rede von der Wärmetherapie bei bestimmten Krankheiten. Pioniere der Naturtherapie setzten die Sauna als Behandlungsmethode ein. Einer von ihnen war der im 19. Jahrhundert lebende Amerikaner – Dr. John Harvey Kellogg. In seinem Sanatorium in Battle Creek, Michigan, untersuchte er verschiedene Arten von heißen, Trocken- und Nassbädern. So konnte er ihre Wirkung als Heilmethode einschätzen. Sein besonderes Interesse weckte das „elektrische Lichtbad“, bei dem Glimmlampen verwendet wurden. Dabei faszinierten ihn insbesondere die Stärke der durch die elektrischen Lampen erzeugten Wärmestrahlung und ihre Durchdringung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Zahl der Wärmebehandlungen zugunsten neuer Technologien der modernen Medizin zu sinken. Doch seit über 30 Jahren steigt die Nutzung von unterschiedlichen Saunatypen stetig an, insbesondere als sichere und wirksame Methoden zum Ausleiten von Medikamenten und Umweltgiften aus dem Körper. In den letzten Jahren wurde eine neue Sauna-Art, die Infrarotsauna, eingeführt, die sich bei der Entgiftung des Körpers als am wirksamsten erwies. Von wesentlicher Bedeutung ist hier die Infrarotwellenlänge. Es wird zwischen kurzen (IR-A), mittleren (IR-B) und lange Wellen (IR-C) unterschieden.
Wie Dr. Lawrence Wilson gezeigt hat, sind diejenigen Saunas am besten, die über Nah-Infrarot Lampen IRA verfügen. Sie arbeiten bereits bei relativ niedrigen Temperaturen (43-46°C) und dringen bis zu 5-6 cm tief in die Haut ein (einige Quellen geben sogar 8 cm an), was zu besseren therapeutischen Resultaten führt. Heutzutage ist sich jeder dessen genau bewusst, in welcher Umgebung wir leben und welchen Schadstoffen wir ausgesetzt sind. Schwermetalle befinden sich insbesondere in Haushaltschemikalien und Kosmetika, die wir täglich verwenden (z. B. Antiperspiranten). Die Mehrheit von uns hat eine zu große Menge an toxischen Metallen im Körper. Meistens sind sie tief im Gehirn, in der Leber und in vielen anderen Organen und Geweben aufzufinden. Einige Schwermetalle ersetzen einige wichtige Elemente in den Bindungen der Enzyme, wodurch ihre richtige Tätigkeit verhindert wird. Ihre Anhäufung (u.a. von Blei, Cadmium, Quecksilber, Aluminium oder Arsen) trägt zu hunderten von physischen und emotionalen Krankheiten bei.

Symptome, auf die Sie achten sollten, wenn Sie vermuten, dass Ihr Körper mit Schwermetallen belastet ist?

  • chronische ErschöpfungWenn
  • chronische Schmerzen, insbesondere in den Sehnen, Muskeln oder im Weichteilgewebe
  • Konzentrationsstörung, Vergesslichkeit, Dissoziation
  • Verdauungsprobleme (Verstopfung, Blähungen, Gase, Durchfall, Sodbrennen oder Verdauungsstörungen)
  • Schwindelanfälle
  • Migräne oder Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Sehstörungen
  • Depressionen oder Angstzustände

Welche wirkung hat die Sauna?

Die Wirkung der Saunabehandlung erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Phase bleibt die Körpertemperatur ungefähr auf ihrem normalen Niveau und man schwitzt relativ wenig, obwohl sich das Gewebe erwärmt. Das liegt daran, dass der Körper die Fähigkeit hat, zusätzliche Wärme abzuleiten: Er regt die Durchblutung an, Blut wird an die Haut geleitet und es kommt zum Schwitzen. In der ersten Phase wird also die Aktivität des sympathischen Nervensystems gehemmt, der Schweißausstoß gefördert, Schmerz gelindert, die Sauerstoffversorgung verbessert, die peripheren Blutgefäße vergrößert, Muskeln entspannt und die Elastizität der Sehnen und Bänder erhöht. Die zweite Phase der Saunabehandlung setzt nach 10 bis 30 Minuten ein. Der Körper kann die Wärme nicht mehr abführen. Die Körpertemperatur steigt an. Das Blut wird intensiver an die Körperoberfläche geleitet, die Herzfrequenz steigt und das Schwitzen nimmt zu. In der zweiten Phase steigt also die Körpertemperatur, das Absterben von schwächeren Zellen wird beschleunigt, Krankheitserreger werden beseitigt, Hitzeschockproteine produziert, das genetische Material verbessert, die Herzfrequenz erhöht, die Durchblutung angeregt, Filtrate, Ödeme und Exsudaten freigesetzt (zu den Filtraten gehört jede fremde Substanz im Gewebe; Exsudaten sind Flüssigkeiten, Zellen oder Zelltrümmer, die aus Blutgefäßen ausgeschieden und im Gewebe abgelegt werden), die enzymatische Aktivität normalisiert (die bei einer niedrigen Körpertemperatur gesenkt ist) und die Aktivität von Wassermolekülen angeregt.
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Die wohltuende Wirkung der Sauna wirkt sich besonders auf die Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse und Milz, das Immunsystem, Nervensystem, Herz-Kreislauf-, Hormon-, Verdauungssystem und die Haut aus. Saunabehandlungen unterstützen den Körper dabei, Schwermetalle, schädliche chemische Verbindungen aus dem Körper zu beseitigen, chronische Entzündungen zu lindern und die Blutzirkulation des normalerweise schlecht versorgten Fettgewebes zu verbessern, was den Abbau von Fettablagerungen beschleunigt und dabei hilft, unnötiges Fett loszuwerden. Ein sehr nützliches Werkzeug zur Überwachung des Entgiftungsfortschritts ist die Elementaranalyse der Haare (EHA). Mithilfe der EHA-Untersuchung können wir die Veränderungen des Mineralhaushalts genau kontrollieren. Und diese Änderungen können sehr unterschiedlich sein. Jeder von uns ist anders, wir haben unterschiedliche Mineralien- und Vitaminbedürfnisse und benötigen eine an uns angepasste Behandlung, um unsere Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern. Das Ergebnis der Elementaranalyse der Haare ist daher eine ausgezeichnete Grundlage für die Erstellung einer entsprechenden individuellen Ernährungsempfehlung sowie einer richtigen Supplementation – und nur solche können den therapeutischen Effekt verstärken. Magdalena Kornacka, Terapia ciepłem: skuteczny sposób na detoksykację [Übers.: Wärmetherapie: eine wirksame Entgiftungsmethode], DietPoint, 1(2)/2019, S. 14-17.