FAQ – Haarmineralanalyse (HTMA)
Was ist eine Haarmineralanalyse (HTMA)?
Die HTMA ist eine Labormethode zur Bewertung der langfristigen Mineralstoffbalance und der Belastung durch Schwermetalle.
Haare speichern Mineralien über 8–12 Wochen und bilden ein natürliches „Protokoll“ der Stoffwechselaktivität.
Was zeigt die HTMA?
Eine HTMA kann Hinweise geben auf:
- Konzentrationen von Makro- und Spurenelementen,
- langfristige Schwermetallbelastung,
- Hinweise zur Stoffwechselrate,
- Stressreaktionsmuster,
- Mineralstoffverhältnisse für Nerven-, Hormon- und Energiesystem.
Ist HTMA zuverlässig?
Ja — als Methode zur Beurteilung langfristiger Mineralstofftrends und Umweltbelastung.
Es handelt sich nicht um einen diagnostischen Test, sondern um einen funktionellen Biomarker.
Wie unterscheidet sich HTMA von einem Bluttest?
- Blut zeigt den aktuellen Zustand.
- Haare zeigen langfristige Entwicklungen (8–12 Wochen).
Da der Körper Mineralien im Blut streng reguliert, können in der HTMA Ungleichgewichte sichtbar werden, die im Blut nicht erkennbar sind.
Kann eine HTMA Schwermetalle nachweisen?
Ja — insbesondere:
- Arsen,
- Quecksilber,
- Blei,
- Cadmium.
Gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen?
Unterschiede ergeben sich aus der Physiologie (Hormone, Schilddrüse, Stoffwechsel).
Die Referenzbereiche sind für beide gleich.
Variabilität betrifft vor allem Mineralstoffverhältnisse (z. B. Ca/Mg, Na/K).
Wie bereite ich mich auf die Untersuchung vor?
- Haare mindestens 4–6 Wochen nicht färben.
- Mit einfachem Shampoo waschen (keine Spülung, Masken, Öle).
- Am Tag der Probenentnahme keine Stylingprodukte verwenden.
- Haare im Nackenbereich, nah an der Kopfhaut schneiden.
Beeinflusst Haarfärben die Ergebnisse?
Ja — daher empfehlen wir:
- mindestens 4 Wochen Abstand zur letzten Färbung,
- oder eine ungefärbte Stelle zu schneiden.
Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse vorliegen?
In der Regel 7–14 Werktage, abhängig vom Versandland.
Kann HTMA eine medizinische Diagnose ersetzen?
Nein.
Die HTMA ist keine diagnostische Untersuchung. Sie unterstützt:
- langfristige Mineralstoffbewertung,
- Einschätzung des Stoffwechsels,
- Umweltbelastung,
- Lifestyle- und Ernährungsanalyse.
Sie ersetzt keine Bluttests oder ärztliche Beratung.
Eignet sich HTMA zur Überwachung von Lebensstil und Supplementation?
Ja — eine der wichtigsten Anwendungen.
Eine Wiederholung alle 4–6 Monate hilft bei der Bewertung von:
- Wirkung von Supplementen,
- Veränderungen im Lebensstil,
- Verbesserung der Mineralstoffbalance,
- Reduktion der Schwermetallbelastung.
Wie viel kostet eine HTMA-Haarmineralanalyse?
Die HTMA-Haarmineralanalyse kostet
ab 119 €. Im Preis enthalten sind:
- die Analyse 29 Mineralstoffen und Spurenelementen,
- die Bewertung möglicher Nährstoff-Ungleichgewichte,
- die Identifikation potenzieller toxischer Belastungen (z. B. Schwermetalle),
- ein ausführlicher schriftlicher Bericht mit klaren, leicht umsetzbaren Empfehlungen.
Der Startpreis beträgt 119 €, abhängig vom gewählten Paket oder zusätzlichen Dienstleistungen. Es gibt keine versteckten Zusatzkosten.
Ist HTMA sicher?
Ja. Die Methode ist nicht-invasiv und benötigt nur eine kleine Haarprobe.
Wissenschaftliche Quellen zur HTMA
- Bass D.A., et al. (2001)
Trace Element Analysis in Hair: Factors Determining Accuracy, Precision and Reliability.
Laboratory Medicine.
- Watts D.L. (2001)
Accuracy of Hair Mineral Analysis.
Journal of the American Medical Association (JAMA).
- Nakamura T., et al. (2018)
Statistical Resolution for Large Variabilities in Hair Mineral Measurements.
PLoS ONE.
- Chojnacka K., Mikulewicz M. (2023)
Chemical Elements in Hair and Their Association with Health Conditions: A Systematic Review.
International Journal of Environmental Research and Public Health.
- Cortés Toro E., et al. (1993)
The Significance of Hair Mineral Analysis as a Means for Assessing Internal Body Burdens of Environmental Pollutants.
Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry.
- ATSDR / US EPA / WHO – Environmental Biomonitoring Guidance
Hair is recognised as an appropriate tissue for assessing environmental exposure to heavy metals.
- Harkins D.K., Susten A.S. (2003)
Hair Analysis: Exploring the State of the Science.
Environmental Health Perspectives.
- Kempson I., Lombi E. (2011)
Hair analysis as a biomonitor for toxicology, disease and health status.
Chemical Society Reviews.
Ist HTMA sinnvoll, wenn Blutwerte im Normbereich liegen?
Ja. Blutuntersuchungen zeigen den aktuellen Zustand, während HTMA langfristige Mineraltrends aufdeckt. Chronische Mängel oder Stoffwechselstörungen können trotz unauffälliger Blutwerte bestehen.
Wie oft sollte eine Haarmineralanalyse (HTMA) wiederholt werden?
In der Regel alle 3–6 Monate. Dieser Abstand erlaubt es zu beurteilen, ob Änderungen in Ernährung, Supplementierung oder Lebensstil das Mineralgleichgewicht beeinflussen.
Welche Fehler sollte man bei der Interpretation von HTMA-Ergebnissen vermeiden?
Die häufigsten Fehler sind:
- Konzentration ausschließlich auf einzelne Elemente,
- Ignorieren von Mineralverhältnissen,
- Behandlung von HTMA als diagnostische Untersuchung statt als funktionelles Instrument.