EHA bei Kindern – warum es sich lohnt

Ein Gespräch mit Lucyna Adamus, Kinderärztin

Wann ist eine Haarmineralanalyse bei Kindern notwendig?

L.A.: Wenn wir sicher sind, dass unser Kind gesund ist, ist eine Haarmineralanalyse nicht notwendig. Doch leider ist das aus der Sicht der Pädiatrie ein seltener Fall. Schauen wir uns unser Kind mit einem elterlichen, liebevollen, doch auch einem etwas kritischen Blick an. Was kann Ihre Zweifel wecken? Es ist eigentlich gesund, aber es wächst langsam oder ist appetitlos, oder es möchte nur bestimmte Produkte essen, es hat Bauchschmerzen und Blähungen. Vielleicht hat aber unser Kind geschwächtes Haar, trockene Haut oder Hautunreinheiten, Mitesser und Akne? Nein, gar nichts davon? Na dann ist das ein gutes Zeichen, aber wie kommt es im Kindergarten oder in der Schule zurecht? Vielleicht sagen die Lehrer, dass es „dusselig” ist, dass es in Gedanken versinkt, dass es Konzentrationsprobleme hat oder nicht mit dem Tempo des Lehrers oder seiner Klassenkameraden mithalten kann? Oder vielleicht bereitet es Schwierigkeiten, denn es ist launisch, weinerlich, explosiv oder sogar aggressiv? Natürlich kann es für so ein Verhalten viele Gründe geben, aber vielleicht wäre es sinnvoll, dem auf die Spur zu gehen?

Wenn wir sicher sind, dass unser Kind gesund ist, ist eine Haarmineralanalyse nicht notwendig. Doch leider ist das aus der Sicht der Pädiatrie ein seltener Fall.

Wie kann uns eine EHA dabei helfen?

L.A.: Wenn das Kind oft krank ist, insbesondere wenn das „immer” und chronisch ist, bestehen keine Zweifel, dass wir etwas unternehmen müssen. Wir hören, was die Ärzte uns sagen, oft sind es Spezialisten, wir konsultieren unseren „Bekannten“, der Arzt ist oder wir versuchen selbst im Internet fündig zu werden. Trotzdem sind wir mit den Resultaten oft nicht zufrieden. Und unser Kind ist weiterhin krank. In solchen Fällen können wir die Haarmineralanalyse als eine zusätzliche Diagnostik ansehen.

Was sagt uns das EHA Ergebnis über die Gesundheit unseres Kindes?

L.A.: Die Haarmineralanalyse zeigt uns, ob es zu einer Vergiftung mit toxischen Metallen gekommen ist, ob ein Mangel an Elementen besteht, wie das Nerven- und Hormonsystem arbeitet, ob wir mit einer Übersäuerung des Körpers oder Stressbelastung zu tun haben. Das sind sehr wertvolle Informationen.

Was ist der Vorteil einer EHA gegenüber anderen Untersuchungen?

L.A.: Die Haarmineralanalyse ist kein Blutbild, keine BSR, kein Natriumgehalt oder Glukosespiegel im Blut, die ein Bild zum Zeitpunkt, an dem das Blut entnommen wurden, präsentieren. Die EHA zeigt die Mineralstoffwerte Ihres Körpers in einer längeren Perspektive an. Starke Erkrankungen haben keinen großen Einfluss auf die Ergebnisse der Untersuchung. Ausschlaggebend sind Störungen, die seit Monaten oder Jahren andauern. Deswegen sollte man nicht sagen: „Er hat das schon immer. Man kann nichts damit machen. Das ist bei ihm normal.” Denn es kann sich herausstellen, dass man Störungen, die sogar seit Jahren auftreten, beheben kann. Insbesondere sollten Sie bei Kindern nicht lange mit den Untersuchungen warten, denn sie wachsen, ihr Gewebe und Organe werden gebildet. Mit anderen Worten – es entwickelt sich ihr Körper und er wird ihnen ein ganzes Leben lang „dienen“.

Welche Störungen bei Kindern können wir mit der Haaranalyse bestimmen?

L.A.: Dem Anschein entgegen haben wir es bei Kindern oft mit Eisen-, Magnesium-, Silizium- und Jodmangel zu tun. Oft sammeln sich auch toxische Elemente an, wie Blei, Cadmium, Aluminium oder Quecksilber.

Wie gelangen toxische Substanzen in einen so jungen Körper?

L.A.: Es gibt viele Gründe, aber ich möchte Sie auf eine Sache hinweisen, die der häufigste Grund für eine Cadmium-Vergiftung bei Kindern ist – und zwar handelt es sich um passives Rauchen. Nicht selten ist das der einzige Grund für die Erkrankung des Kindes.

Mit welchen Problemen haben wir es bei Kindern zu tun?

L.A.: Ein von den Eltern unterschätzter Faktor ist chronischer Stress. Man nimmt oft falsch an, dass Kinder etwas nicht verstehen oder dass sie schnell wieder vergessen. Doch viele Kinder sind jahrelang starkem Stress ausgesetzt, denn entweder sind sie um die Gesundheit der Eltern oder Geschwister besorgt (bei Kindern zählen zur Familie auch Tiere), oder sie leben in einer dysfunktionalen Familie, in der Stress an der Tagesordnung steht, oder sie belasten Konflikte mit ihren Kameraden bzw. Schulprobleme. Auch die Eltern können oft ungewollt zum Stress des Kindes beitragen, u.a. durch außerschulische Aktivitäten oder indem sie bereits im Kindergarten das Kind mit anderen Kindern rivalisieren lassen oder wenn Eltern die Großmutter/den Großvater schlecht behandeln, während das Kind mit den Großeltern emotional stark verbunden ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Entwicklung des Kindes ist natürlich eine ausgewogene Ernährung. Aktuelle Bevölkerungsstudien in wohlhabenden Staaten zeigen, dass ein großer Prozentsatz der Kinder unterernährt ist. Das ist paradox. Eltern achten nicht auf die Qualität der Lebensmittel. Es kann sein, dass das Kind zu viel Nahrung zu sich nimmt oder sogar fettleibig und zugleich unterernährt ist, wenn es um qualitative Nahrungsmittel geht. Zusätzlich sind Produkte, die wir Kindern oft zum Verzehr geben, wie Süßigkeiten, Kuchen, Obstsäfte in Flaschen oder Kartons, beliebte Erfrischungsgetränke, die einen sehr hohen Zuckergehalt haben, Eis, Chips, Pommes, Milch im Karton, farbige Gelees und Kaugummi, Lutscher… schädlich und führen zur Übersäuerung des Körpers. Deswegen entsteht nicht nur Karies, sondern es kommt auch zu zahlreichen Allergien, einer erhöhten Anfälligkeit für Pilzinfektionen, Infektionen aller Art, es treten Ängste und Stimmungsschwankungen, Appetitstörungen und Hautveränderungen auf. Auch der Stoffwechsel und die Arbeit der Hormone werden gestört und der Gehalt von Mineralstoffen und Vitaminen gerät aus dem Gleichgewicht.

Die EHA ist eine ausgezeichnete Lösung für Kinder. Insbesondere, wenn sie hyperaktiv sind. Oft stellt sich heraus, dass Erziehungsprobleme sich in Luft auflösen, wenn der widerspenstige Schüler seinen Magnesiummangel ausgleicht.

Lohnt es sich also bei unseren Kindern eine Haarmineralanalyse durchzuführen?

L.A.: In jedem Fall. Es ist eine Vorsorgeuntersuchung, die jeder regelmäßig ausführen sollte. Bei Allergien, Schuppenflechte, Vitiligo, häufigen Infektionen, wiederkehrendem Durchfall, Fettleibigkeit, unterschiedlichen Problemen in Verbindung mit der Adoleszenz, darunter auch Stimmungsstörungen, ist die EHA besonders wichtig. Die Haarmineralanalyse bestimmt die individuelle Art der Störung und zeigt oft auch, worin das Problem besteht. Sie können anhand der Untersuchung erfahren, wie Sie den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen können und dazu breitragen, dass das Kind wieder gesund ist. All das zum Wohle unserer Kinder.

Lucyna Adamus
Kinderärztin und Hausärztin, die ihre Patienten in öffentlichen Einrichtungen betreut und in einer privaten Krankenpraxis mit Erfolg hauptsächlich mithilfe der homöopathischen Medizin heilt. Seit Jahren interessiert sie sich für andere allopathische Verfahren.